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Meinen ersten Kontakt mit der Feldenkrais Methode hatte ich zu Beginn meines Kontrabaßstudiums am Konservatorium der Stadt Wien. Ich war zwar erst Anfang 20, hatte jedoch schon Probleme mit meinem Rücken und Schultergürtel. Oft musste ich nach nur einer Stunde üben aufgrund von Schmerzen das Handtuch werfen. Mein damaliger Kontrabass Lehrer Andrew Ackerman empfahl mir es doch einmal mit Feldenkrais zu versuchen.

Pflichtbewusst wie ich war, kaufte ich mir das Buch „Bewusstheit durch Bewegung“ von Dr. Moshe Feldenkrais. Seine Gedanken und Ideen fand ich sehr spannend und interessant.

Doch dieser erste Anlauf blieb in der Theorie stecken, denn mit den im Buch beschriebenen Bewegungslektionen konnte ich nichts anfangen.

Drei Jahre später begann bei einem Orchesterprojekt meine rechte Schulter zu schmerzen. Das Problem blieb über mehrere Monate nahezu unverändert. Mein Instrument zu spielen bedeutete Schmerzen zu haben.

Eine Masseurin bei der ich in Behandlung war riet mir mit Feldenkrais anzufangen. Diesmal ließ ich keine Zeit verstreichen und verabredete mich mit einem Lehrer zu einer Einzelstunde.

Von Anfang an war ich fasziniert von der sanften und respektvollen Art der Berührung. Etwas Vergleichbares hatte ich bis dahin noch nicht erlebt. Ich hatte das Gefühl mich vollkommen fallen lassen zu können.

Als einen Tag später meine Schulter nicht mehr schmerzte, war für mich klar, das ich mehr über diese Arbeit erfahren wollte. Zwei Jahre später begann ich mit der Ausbildung zum Feldenkrais Lehrer.

Mit der Feldenkrais Methode zu lernen, bedeutet für mich die Welt durch Kinderaugen zu sehen, mit unbädigem Forschergeist und Interesse was wohl der nächste Schritt sein mag.
Uns Selbst immer wieder neu zu entdecken, neue Blickwinkel einzunehmen, ist essenziell um uns lebendig und frei zu fühlen.